Ist nur berufliche Arbeit „richtige“ Arbeit?

5. September 2012 | Von | Kategorie: Beruf und Familie

Als ich heute während der Fahrt vom Büro nach Hause noch schnell die Facebook-Timeline überflog (und es mir gefühlte 80% der Passagiere in der U-Bahn gleich taten), sah ich diesen Cartoon, der einmal mehr deutlich macht, dass wir über den Wert von Arbeit noch viel (mehr) nachdenken sollten. Denn die Frage an Mütter, ob sie berufstätig sind, ist nicht die gleiche, wie die Frage, ob sie arbeiten. Oder anders gefragt: Ist nur berufliche Arbeit „richtige“ Arbeit?

 

Cartoon von Christiane "Chriss" Pfohlmann www.pfohlmann.de

Cartoon von Christiane „Chriss“ Pfohlmann www.pfohlmann.de

Das Cartoon erinnert mich auch an eine Unterhaltung, die ich vor längerer Zeit am Nebentisch in der Pause einer Konferenz mitbekam. Darin ging es um Teilzeitmodelle von Müttern und welche Stundenzahl wohl die beste sei. Dabei fiel die Frage: „…wie viele Stunden arbeitest du denn nun insgesamt pro Woche?“ und die Befragte antwortete mit der Gegenfrage: „Meinst du nur meine berufliche Arbeit oder wirklich meine Arbeit insgesamt pro Woche?“

Was ist mit der Arbeit, die wir für Familienangehörige leisten? Was ist mit ehrenamtlicher Arbeit? Ich selbst mache mich ehrenamtlich für bessere Kitapolitik in meinem Stadtbezirk und im Land Berlin stark. In dieser Zeit könnte ich vermutlich auch die eine oder andere Stunde in meinem Beruf aufstocken und vielleicht täte das meiner Rente viel besser als diese Stunden „unechter“ Arbeit…

Wie viel (und was) arbeitet ihr so pro Woche neben dem bisschen Haushalt und den Kindern?

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Sophie Lüttich

Inhaberin von NetWorkingMom.de. Als bekennende Latte-Macchiato-Mama trägt sie nicht nur interessante Netzfundstücke zusammen, sondern plaudert in der Kaffeeküche recht scharfzüngig über die Merkwürdigkeiten, die einem als berufstätige Mutter so begegnen. Mehr Lifestyle und Kinderkram gibt's im Zweitblog www.BerlinFreckles.de

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6 Kommentare auf "Ist nur berufliche Arbeit „richtige“ Arbeit?"

  1. Susanne sagt:

    Neben meinem Burnout schreibe ich Bücher.

    Zauberhafte Grüsse

    Susanne

  2. Peter sagt:

    Wenn ehrenamtliche Arbeit vergütet würde, wäre sie nicht mehr Ehrenamtlich. Niemand streitet ab dass dies auch Arbeit ist, jedoch sollte man sich davor hüten die fehlende Bezahlung zu bejammern. Das wusste man schliesslich vorher und lag in der eigenen Entscheidung.

  3. Sophie sagt:

    Und hier noch ein sehr schöner Artikel über diesen Cartoon:

    „Nee, sie arbeitet nicht. Sie passt nur auf’s Kind auf.“
    http://maedchenmannschaft.net/nee-sie-arbeitet-nicht-sie-passt-nur-auf-die-kinder-auf/

  4. Angelika sagt:

    ja, genau so ist es: ich habe auch 3 Kinder großgezogen, (jetzt 36,33 und 21 Jahre alt) meinem Mann den Rücken für seine Karriere frei gehalten, das letzte( Überraschungs -)Kind allein. Ich habe alleinerziehend mit 52 Jahren wieder angefangen zu arbeiten- bis jetzt, mit 67 Jahren… Wenn ich sage, ich möchte endlich allein wohnen, den studierenden Sohn aus dem Nest stoßen, gelte ich als Rabenmutter… denn ich habe ja (fast )nur zu Hause gearbeitet – das gilt nicht, das ist ja keine Arbeit!
    LG Angelika

  5. Markus sagt:

    Ich habe mich gestern in einer Firma als Teilzeit-Kraft beworben. In der Ausschreibung stand: 24 Stunden pro Woche im Zeitrahmen Mo-Fr 08:00-18:00. Als ich mich dann vorstellte zeigte man mir den Diendtplan: Mo – Sa 09:00-13:00! :D
    Leider kann ich nur an drei Werktagen..Lg

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