Beruf und Familie
Alle(s) neu und so modern?
Die Medien halten seit mehr als sechs Jahren Ausschau nach ihnen, diejenigen, die es sind, wollen es nicht sein und ihre Kritikerinnen bezweifeln, dass es sie jemals in nennenswerter Zahl gegeben hat. Die Rede ist von den ‚neuen Vätern‘. Eigentlich ist es ja ganz einfach, jeder Mann, der zum ersten Mal Vater wird, ist ein ‚neuer’ Vater. Der Begriff ‚neue Väter’ überhöht aber diesen einfachen biologischen und sozialen Vorgang und verbindet ihn mit Erwartungen an Haltung und Verhalten der Väter. Das Mindeste dabei sind zwei Monate Elternzeit und eine anschließende Arbeitszeitreduzierung.
Letzte Beiträge
- Alle(s) neu und so modern?
- Wenn die Doppelbelastung an Herz und Nieren geht
- Von starken Partnerschaften, glücklichen Familien und coolen Kids
- Carmen Brablec, Expertin für Karriere-Styling
- Was heißt hier eigentlich “normaler Beruf”?
- Job oder Familie? Oder beides? Auch berufstätige Väter haben ihre Schwierigkeiten
- Lisa Harmann von www.stadt-land-mama.de
- Ist ein Kind mit einer WOW-Karriere vereinbar?
- Die „Heimchen-am-Herd-Falle“ – welche Faktoren können Frauen beeinflussen?
- Kleine Auszeit: Ab ins Kino und einem freudigen Ereignis beiwohnen
Willkommen auf meinem Blog über Kinder und Karriere 2.0
Berufstätige Väter
Alle(s) neu und so modern?
Die Medien halten seit mehr als sechs Jahren Ausschau nach ihnen, diejenigen, die es sind, wollen es nicht sein und ihre Kritikerinnen bezweifeln, dass es sie jemals in nennenswerter Zahl gegeben hat. Die Rede ist von den ‚neuen Vätern‘. Eigentlich ist es ja ganz einfach, jeder Mann, der zum ersten Mal Vater wird, ist ein ‚neuer’ Vater. Der Begriff ‚neue Väter’ überhöht aber diesen einfachen biologischen und sozialen Vorgang und verbindet ihn mit Erwartungen an Haltung und Verhalten der Väter. Das Mindeste dabei sind zwei Monate Elternzeit und eine anschließende Arbeitszeitreduzierung.
Wenn die Doppelbelastung an Herz und Nieren geht
Je nach dem für welches System sich entschieden wird – fängt quasi eine Doppelbelastung wenn nicht sogar eine Dreifachbelastung an. Dass sich das bisherige Leben ab der Geburt mit einem Schlag ändert braucht hier nicht erwähnt werden. Zurück im Job erwartet die meisten Mütter eine eher familienfeindliche Arbeitszeit. Gilt jetzt natürlich nicht für alle Berufsgruppen – jedoch für den größten Teil.
Von starken Partnerschaften, glücklichen Familien und coolen Kids
“Vater, Mutter, Kind, Idylle – davon träumen viele. Der Alltag sieht oft erschreckend anders aus: Vater arbeitet bis spät in die Nacht, Mutter langweilt sich und ist frustriert, ihre Karriereträume nicht leben zu können, Kind steht irgendwo dazwischen und verliert sich selbst, bevor es sich gefunden hat.”
Job oder Familie? Oder beides? Auch berufstätige Väter haben ihre Schwierigkeiten
“Ja, ich sitze gerade in einer kleinen Komfortzone der berufstätigen Eltern und bin darüber froh und dafür dankbar. Mein tiefster Respekt gilt denjenigen, die aus welchen Gründen auch immer berufstätige Alleinerziehende sind und dabei Job und Familie unter einen Hut bekommen. Bei allen anderen sollten wir die Diskussion vielleicht langsam mal von der Einzelbetrachtung der berufstätigen Mütter und berufstätigen Väter weglenken. Hin zur ganzheitlichen Betrachtung der berufstätigen Elternpaare und deren Herausforderungen.”
Die „Heimchen-am-Herd-Falle“ – welche Faktoren können Frauen beeinflussen?
Tief in den meisten Deutschen lebt es noch – das traditionelle Rollenbild mit einer fürsorgenden Mutter, die sich allein für die Kinder opfert und einem Vater, der sich heldenhaft ins Berufsleben stürzt, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Testen Sie sich selbst – was denken Sie sich, wenn Mütter Babys in eine Kinderbetreuung geben, um wieder arbeiten zu gehen? Kommt Ihnen da das Wort „Rabenmutter“ in den Sinn? Was halten Sie von „Hausmännern“? Trauen Sie Männern, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern, ebenso viel zu wie ihren Frauen? Haben Sie Mitleid mit den dazugehörigen Müttern (mehr als mit arbeitenden Vätern, die weniger von ihren Kindern haben)?
Familie und Karriere ein hartes Stück Brot – aber machbar
Christian, zweifacher Vater und Blogger: “Mit solch einer Last haben wir Männer nicht zu kämpfen. Wir sind oft fein raus. Für uns laufen unser Körper und die Arbeit problemlos weiter, während unsere schwangere Frau mit Schmerzen, Übelkeit oder Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat, sich auf Arbeit schleppt und sich kaum traut ihrem Chef unter die Augen zu treten. Doch das ist noch nicht das Ende vom Lied. Zum Großteil gehen die Mütter in die Elternzeit. Oft ist es dann so, dass ihr trotz Mutterschutz der Weg zurück ins vertraute alte Berufsleben kaum mehr möglich ist.”
5 Fragen an…
Carmen Brablec, Expertin für Karriere-Styling
“Es geht eben nicht darum, sich selbst zu beweihräuchern und zu erzählen, wie toll man ist. Ein gut aufgebautes Selbstmarketing aktiviert andere dazu, das für Sie zu übernehmen. Selbstmarketing soll Sog-Wirkung erzeugen und bedeutet nicht Klinken zu putzen.”
Lisa Harmann von www.stadt-land-mama.de
“Ein Kind wirbelt das Leben erst einmal ordentlich durcheinander. Trotzdem mache ich Mut. Wer Veränderungen annimmt, der bekommt neue Chancen und kann die auch nutzen. Überhaupt sage ich, dass Kinder kriegen äußerst kreativ machen kann…”
Kaffeeküche
Was heißt hier eigentlich “normaler Beruf”?
Hier ist meine Kaffeeküche, hier darf ich mich mal so richtig aufregen und auslassen. Vor lauter heftigem Rühren mit dem Kaffeelöffel ist der Milchschaum nun fast weg und der Boden des Latte Macchiato Glases wahrscheinlich gleich durch. Es geht um die Berufswahl und das, was man heute noch als “normalen Beruf” bezeichnet – was “Vernünftiges” eben und nicht so einen neumodischen Kram, für den es vor 50 Jahren noch nicht mal eine Bezeichnung gab. Anstoß meines kleinen Aufregers hier ist ein Zeitungsartikel oder vielmehr sind es einige Kommentare dazu. Im Artikel geht es um vier Frauen und ihre persönlichen Ansichten zu Kindern und Karriere.
Hektischer Alltag: Hast du keinen? Dann mach dir einen!
Ich halte meinen Kaffee jetzt wirklich sehr gut fest, lehne mich extrem weit aus dem Fenster und wage es, den auf Brigitte.de veröffentlichten Artikel “Zwischen Konferenzen und Kotzerei | Berufstätige Mütter: Eine Woche Wahnsinn” zu zerpflücken. Ja, ich weiß, das macht man eigentlich nicht. Aber ich kann nicht unkommentiert lassen, was ich dort las. Meine (unqualifizierte)
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Wiedereinstieg
Wiedereinstieg: So sag ich’s meinen Vorgesetzten
Eltern während einer familienbedingten Auszeit und beim Wiedereinstieg zu begleiten, wird für Unternehmen angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels immer wichtiger. Dennoch fühlen sich noch zu viele Eltern unwohl, wenn sie ihren Arbeitgeber von der bevorstehenden Mutter- oder Vaterschaft informieren wollen oder sich mehr Zeit für ihre Familie nehmen möchten. Ein neuer Leitfaden soll Müttern und Vätern helfen, Elternzeit, Wiedereinstieg und flexible Arbeitsmodelle erfolgreich mit dem Arbeitgeber abzustimmen.
Wiedereinstieg. Und die Väter…?
Was kann dazu beitragen, dass ein Mann den beruflichen Wiedereinstieg der Frau als Bereicherung und nicht als Einschnitt in die eigene „Komfortzone“ erlebt, dem er notgedrungen zustimmt, wenn sie die übrigen Aufgaben (Haushalt und Familie) weiterhin so erledigt wie bislang? Die bisherigen Studien zum Thema geben dazu kaum Antworten, zeigen aber den Handlungsbedarf an dieser Stelle auf. Die Hürden seitens des Partners werden zwar kurz benannt: „beruflich stark eingespannt“ und „wenig oder kein Verständnis für die Wiedereinstiegsbemühungen“, die Erklärungen bleiben aber im Allgemeinen aus. Höchste Zeit, dass ich über die Studie “Väter und der Wiedereinstieg der Partnerin” berichte.
Lesetipps
Mutterschaftsstrafe und Stutenbissigkeit. Schnell her mit der Mütterquote?
“Das ist also die Strafe, liebe Mutter, dass du dachtest, ein Kind sei die Krönung deiner Lebensplanung, das Sahnehäubchen deiner persönlichen Selbstverwirklichung und würde keine Arbeit mit sich bringen!” Aber das, was amerikanische Forscher mit motherhood penalty, also Mutterschaftsstrafe meinen, sind die statistischen Einkommensverluste von Müttern, die mit jedem Kind verbunden sind. Deutsche Forscher haben ermittelt, dass Mütter mit jedem Kind 16 bis 18 Prozent Gehalt einbüßen.
Kinder brauchen keine Opfer-Eltern
Heute flatterte die jüngste Ausgabe des LOB Newsletters in meinen Posteingang und mein Blick blieb an der Überschrift “Vier Werte, die helfen Kinder und Job zu vereinbaren” hängen. Zum einen mag das sicher daran liegen, dass Überschriften wie “10 Karrieretipps für berufstätige Mütter…” oder “Fünf Dinge, für die Ihr Chef Sie lieben wird…” in der Regel recht gut funktionieren, die Blicke des flüchtigen Betrachters auf sich zu ziehen. Zum anderen war ich natürlich gespannt, welche vier Werte mir als berufstätiger Mutter helfen, Job und Arbeit zu vereinbaren. Und hallo! Nur vier klang wirklich wirklich praktikabel.




