Kinder, Karriere und eine Schwäche für Latte Macchiato.

Category archive

Beruf und Familie - page 4

Ich hätte auch gern nachmittags frei

“Ach ja, ich hätte auch gern nachmittags frei …” Mit dem Satz, den sich eine berufstätige Teilzeitmutter von ihrem Kollegen anhören muss, als sie das Büro verlässt, beginnt ein Artikel, den ich im Hamburger Abendblatt entdeckt habe. Auf den ersten Blick ist es ein harmloser Satz, doch es steckt ein typisches Vorurteil darin. Die Haltung, die darin zum Ausdruck kommt, ist: “Kinderbetreuung ist ja keine Arbeit, sondern reines Freizeitvergnügen.” Und da stellt sich die Frage, ob man solche Bemerkungen einfach an seinem dicken Fell abprallen lässt, das man sich als arbeitende Mutter sowieso schon zugelegt hat oder ob man darauf reagiert. Und wenn ja, wie man darauf reagiert.

Weiterlesen

5 Fragen an… Svenja Walter von www.meinesvenja.de

„Karriere ist die Beschäftigung mit etwas, das ich liebe und das mich nach vorne bringt.
Lustig, denn «Karriere» kommt von lateinisch «carrus», Wagen. Wir verbinden das Wort ja landläufig eher mit einer Bewegung nach oben, einem sozialen Aufstieg, einer gehobenen Position, einem höheren Verdienst. Dabei geht es eigentlich darum, mit welchem beruflichen Wagen man durch sein Leben fährt.“

Weiterlesen

Bitte keine Vorzeigepapas! Keine Rabenmütter. Und keine Musterfamilien.

Menge Geschrei um Siggi und den Mittwoch – immer mit dem Schlagwort Vorzeigepapa im Schlepptau. Wenn Sigmar Gabriel der falsche Vorzeigepapa ist, was bitte ist dann ein richtiger Vorzeigepapa? Bei mir im Kopf reiht sich zu den ganzen Vorzeigepapas allerdings auch ganz schnell die „gute Mutter“ und zusammen mit den „braven Kindern“ bilden sie dann die moderne „Musterfamilie“. Ist die Familie nicht ganz so mustergültig, liegt das ganz gewiss an der „Rabenmutter“.

Weiterlesen

Stricken lerne ich wohl nie, aber Netzwerken macht Spaß!

Na, das war doch mal wieder eine Schlagzeile, die ich nicht unkommentiert lassen konnte: „Deutlich mehr Männer als Frauen pflegen berufliche Kontakte über soziale Netzwerke“ heißt es hier und da mit Verweis auf eine Social Trends-Studie von TOMORROW FOCUS Media, die die Verhaltensweisen zum Thema Social Media untersuchte. Man zieht das Fazit: „Berufliche Kontaktpflege ist Männersache.“ Allerdings wurde nicht überprüft, ob das nur ein netter Spruch ist, das stundenlange Herumflicken auf den Social Media Plattformen ein bisschen nützlicher darzustellen.

Weiterlesen

Die moderne frustrierte Ehefrau aus den 50ern

„Du klingst wie ’ne frustrierte Ehefrau aus den 50ern, echt!“ sagt einer von zwei Ehepartnern bei einem Streit um Beruf und Karriere, Anerkennung fürs zu Hause bleiben und wer hier immerhin das Geld nach Hause bringt. Wie es in einer Beziehung zumeist der Fall ist, steckt einer beruflich zurück und kümmert sich um die Kinder, damit der andere sich „so richtig reinknien“ kann. Willkommen Klischee? Nicht ganz…

Weiterlesen

Nicht das Kind ist der Karrierekiller!

Unter der dicken Überschrift Karrierekiller Kind lese ich das, was in so vielen Artikeln über berufstätige Mütter steht: „Flexiblen Arbeitszeiten und neuen Möglichkeiten der Kinderbetreuung zum Trotz – immer noch haben es Frauen schwer, Karriere und Kinder unter einen Hut zu bekommen.“ Die lieben Kleinen sagen sich ganz sicher nicht: „Heute verderbe ich der Mama mal so richtig die Karriere! Immerhin bin ich das Kind, der einzig wahre Karrierekiller.“

Weiterlesen

Termin-Tetris ist ein doofes Spiel

Den Begriff „Termin-Tetris“ kannte ich bis zum SPIEGEL-Interview mit Kristina Schröder nicht, aber das Phänomen kennt wohl jede arbeitende Mutter. Man glaubt, dass man – ganz nach dem Tetris-Prinzip – die Termine nur clever genug drehen und ineinander puzzeln müsse und sogleich würden die unteren Reihen der Verpflichtungen auf wundersame Weise verschwinden. Nach oben hin hat man plötzlich wieder unglaublich viel Luft für all die Dinge, die man wirklich tun möchte. Eine schöne Videospiel-Illusion!

Weiterlesen